Februar ist ein Monat, der eng mit dem Leben und der Musik Richard Wagners verbunden ist. Nicht nur in diesem Jahr, sondern jedes Jahr seit seiner Geburt. In diesem Beitrag der Wagner Tuba News beleuchten wir ihn aus persönlicher und beruflicher Sicht.
Der Februar im Leben Richard Wagners
12.–14. Februar 1874
1874 führte Cosima Wagner weiterhin Tagebuch über ihr Leben mit Richard Wagner. Sie hatte 1869 damit begonnen und es bis zu Wagners Tod 1883 fortgeführt. Ihre Tagebucheinträge waren regelmäßig, oft täglich, und konzentrierten sich hauptsächlich auf den Fortschritt von Wagners musikalischem Schaffen, insbesondere des Rings. Gelegentlich gab Cosima jedoch auch Hinweise auf Wagners Stimmungslage. Der Februar 1874 ist ein gutes Beispiel dafür.
Ein Eintrag vom 12. bis 14. Februar vermittelt einen Eindruck von der Anspannung, die Cosima und Richard zu dieser Zeit empfanden. Cosima schreibt in ihren eigenen Worten, fügt aber auch ein Zitat von Richard ein. Auszug vom Eintrag:
“Die Woche über nicht in das Tagebuch geschrieben, meine Augen leidend. R. hat viel Not ….. An seine Partitur kommt R. nicht, was ihn sehr betrübt. “Mein Sache wäre, immer zu produzieren, nun an den Parcival zu gehen, nun werde ich durch Dinge aufgehalten, die andere vorzunehmen hätten.”…”
13. Februar 1883: Tod von Richard Wagner
Cosimas Tagebuchführung endet abrupt im Februar 1883. Ihr letzter Tagebucheintrag ist auf den 12. Februar 1883 datiert, kurz bevor Wagner einen Herzinfarkt erlitt, der sich als tödlich erwies. Laut Cosima hatten sie gerade mit dem Essen fertig, als Wagner die erste Zeile des Finales aus Mozarts Don Giovanni sang: „Don Giovanni, a cenar teco m’invitasti“ (Don Giovanni, du hast mich zum Essen eingeladen).
Anmerkung: Wagners Tod hat eine interessante historische Bedeutung für die Wagnertuba. Als Anton Bruckner vom Tod seines Freundes und Mentors erfuhr, arbeitete er an der Partitur des Adagios (zweiten Satzes) seiner Siebten Sinfonie. Bruckner fügte dem Satz vier Wagnertuben hinzu und vermerkte ausdrücklich, dass es sich um Trauermusik für „den Meister“ handele.
Bruckner setzte die Wagnertuba später auch in seiner Achten und Neunten Sinfonie ein. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle im Adagio der Neunten.
Richard Wagners Musik im Februar
Der Februar ist in besonderem Maße mit Aufführungen von Wagners Musik verbunden.
Konzerte mit Musik von Richard Wagner am Freitag, den 13. Februar 2026
Es überrascht nicht, dass am Freitag, den 13. Februar 2026, mehrere bemerkenswerte Aufführungen von Wagners Musik stattfinden. Dazu gehören:
Florenz, Italien, im Teatro del Maggio Musicale Fiorentino – Eine konzertante Aufführung von „Der Ring ohne Worte“ mit dem Orchester musicAeterna unter der Leitung von Teodor Currentzis.
Aberystwyth, Wales, in der Holy Trinity Church – AberOpera singt den Pilgerchor aus „Tannhäuser“.
London, England, in der Royal Academy of Music – Wagner-Auszüge im Rahmen der Aufführung „Royal Academy Opera Scenes“.
Proben zu „Das Rheingold“ im Februar 2026
1967 wurden die Salzburger Osterfestspiele, eine Initiative des Dirigenten Herbert von Karajan, ins Leben gerufen. In diesem Jahr steht Richard Wagners „Das Rheingold“ auf dem Programm.
Eine interessante Randnotiz: Während der Arbeit an „Das Rheingold“ im Jahr 1853 kam Wagner erstmals die Idee, die Wagnertuba als eigenständiges Instrument einzusetzen – mehr dazu hier.
Die Proben für die Aufführung zu Ostern in Salzburg haben bereits begonnen.
Am 11. Februar gab das Festival bekannt, dass die Proben für die bevorstehende Inszenierung von „Das Rheingold“ in Salzburg offiziell begonnen haben. Nikolaus Bachler (Künstlerischer Leiter) begrüßte alle Beteiligten (darunter Dirigent Kirill Petrenko) herzlich und hieß die Berliner Philharmoniker zur Premiere am 27. März 2026 willkommen.
Den vollständigen Bericht über die erste Probe und die Teilnehmer finden Sie hier im offiziellen Instagram-Post.
Bemerkenswerte Aufführungen im Februar mit der Wagnertuba
Am 12. Februar 2026 spielte das Royal College of Music Symphony Orchestra Bruckners 7. Sinfonie, in der vier Wagnertuben im Adagio zum Einsatz kamen.
Am 24. Februar 2019 spielte der Hornist und Wagner-Tubist Tren Cheshier die Edel-Rhapsody mit dem Cleveland Heights Orchestra. Der Link bietet weitere Details zu dieser besonderen Aufführung und beinhaltet ein Interview mit dem Solisten, der beschreibt, wie er seine Liebe zur Wagnertuba entdeckte.